Aktuelle Ausschreibungen

Öko – Flash
Vierte Europäische Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“ erfolgreich

Die EU-Kommission hat am Freitag die Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“ entgegengenommen. Es ist die vierte Initiative, die alle Anforderungen einer Europäischen Bürgerinitiative erfüllt: Über eine Millionen Bürger aus mindestens sieben Mitgliedsstaaten rufen darin die Kommission auf, „den Mitgliedsstaaten das Verbot von Glyphosat vorzuschlagen, eine Reform der Zulassungsprozesses für Pestizide anzustreben und EU-weite, verpflichtende Ziele zur Reduzierung der Pestizidnutzungen zu setzen.“ Nach einer öffentlichen Anhörung im Europäischen Parlament wird die Kommission in den kommenden Monaten ihre Entscheidung dazu bekanntgeben und begründen. Insgesamt 1.070.865 Unterstützungsschreiben sind in 22 Mitgliedsstaaten eingegangen und wurden dort von den nationalen Behörden validiert. Die Kommission wird die Initiatoren innerhalb der nächsten drei Monate nach Brüssel einladen, damit diese ihre Ideen ausführlich vorstellen können. Eine öffentliche Anhörung im Europäischen Parlament wird organisiert, um die Standpunkte aller Akteure anzuhören. Im Anschluss wird die Kommission entscheiden, ob sie einen Rechtsakt vorschlagen wird, einen anderen Weg finden wird, um die Ziele der Initiative zu unterstützen, oder ob sie nicht handeln wird. Die Kommission wird Ihre begründete Entscheidung im Anschluss bekanntgeben.

Die Europäische Bürgerinitiative macht es möglich, dass sich eine Million EU-Bürgerinnen und -Bürger unmittelbar an der Entwicklung von Strategien der EU beteiligen, indem sie die Europäische Kommission auffordern, einen Rechtsakt vorzuschlagen. Die Kommission hat im Zuge der Rede zur Lage der Union im September eine Überarbeitung der Bürgerinitiative vorgeschlagen, um es Bürgern noch leichter zu machen, sich zu beteiligen.

 

EU investiert in Sauberkeit und der Sicherheit der Meere weltweit

Auf der Konferenz „Unser Ozean, die in Malta stattfand,  hat sich die EU verpflichtet, 36 konkrete Maßnahmen zu treffen, die den Gesundheitszustand, die Sauberkeit und die Sicherheit der Meere verbessern sollen. Mehr als 550 Mio. Euro werden für Aktivitäten auf der ganzen Welt bereitgestellt. Dies unterstreicht die Entschlossenheit der EU, den Zustand der Meere zu verbessern, und ist ein positives Signal, das auch die übrige Welt (Regierungen und den privaten Sektor gleichermaßen) dazu ermutigt, aktiv zu werden. Unsere Ozeane sind mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert, die von Plastikmüll und dem Schutz von Meereslebewesen bis zu den Auswirkungen des Klimawandels und kriminellen Aktivitäten auf See reichen.
Die 36 Maßnahmen betreffen folgende Bereiche:
– Die maritime Sicherheit bildet die Grundlage für Welthandel und Wohlstand, ist jedoch Bedrohungen ausgesetzt, die von Naturkatastrophen bis zu Piraterie, Menschenhandel und bewaffneten Konflikten reichen.
– Meeresverschmutzung stellt mit über 10 Millionen Tonnen Müll, die jedes Jahr ins Meer gelangen, ein enormes Problem dar. Bis zum Jahr 2050 könnte es in unseren Ozeanen mehr Plastik als Fisch geben.
– Die Wirtschaftsleistung der nachhaltigen blauen Wirtschaft wird heute mit 1,3 Mrd. Euro veranschlagt; sie dürfte sich bis zum Jahr 2030 verdoppeln. Dieses Thema hat die EU in die diesjährige Auflage der Konferenz „Unser Ozean“ aufgenommen, um stärkere Synergien zwischen nachhaltigen Lösungen für Meere sowie Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Küstengemeinden in der ganzen Welt zu fördern.
– Der Klimawandel hat unmittelbare Folgen für die Ozeane; besonders besorgniserregend sind der steigende Meeresspiegel und die zunehmende Versauerung.
– Meeresschutz : Weniger als 5 Prozent der Meeres- und Küstengebieteweltweit sind derzeit per Gesetz geschützt, und der Anteil der Gebiete, in denen diese Gesetze durchgesetzt werden, ist noch geringer – trotz eines Zielwerts der Vereinten Nationen von 10 Prozent für das Jahr 2020.
– Eine nachhaltige Fischerei  ist die Voraussetzung dafür, dass auch die kommenden Generationen Zugang zu nahrhaften Fischereierzeugnissen in ausreichender Menge haben.

Aktuelle Ausschreibungen

Programm Erasmus+

1. Ziele und Maßnahmen
Diese Aufforderung betrifft folgende Maßnahmen des Programms Erasmus+:
Leitaktion 1
– Lernmobilität von Einzelpersonen
Mobilität von Einzelpersonen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend
– Gemeinsame Masterabschlüsse im Rahmen von Erasmus Mundus
Leitaktion 2 — Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren
– Strategische Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend
– Wissensallianzen
– Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten
– Kapazitätsaufbau im Bereich Hochschulbildung
– Kapazitätsaufbau im Bereich Jugend
Leitaktion 3 — Unterstützung politischer Reformen
– Strukturierter Dialog: Treffen von jungen Menschen und Entscheidungsträgern des Bereichs Jugend
Jean-Monnet-Aktivitäten
– Jean-Monnet-Lehrstühle
– Jean-Monnet-Module
– Jean-Monnet-Spitzenforschungszentren
– Jean-Monnet-Förderung von Vereinigungen
– Jean-Monnet-Netze
– Jean-Monnet-Projekte
Sport
– Kooperationspartnerschaften
– Kleine Kooperationspartnerschaften
– Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen

2. Förderfähigkeit
Alle öffentlichen und privaten Einrichtungen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport tätig sind, können im Rahmen des Programms Erasmus+ Finanzierungsanträge stellen. Auch Gruppen junger Menschen, die in der Jugendarbeit, aber nicht unbedingt im Rahmen einer Jugendorganisation tätig sind, können Mittel für die Lernmobilität von jungen Menschen und Jugendbetreuern sowie für strategische Partnerschaften im Bereich Jugend beantragen.
Die folgenden Programmländer können in vollem Umfang an allen Maßnahmen des Programms Erasmus+ teilnehmen:
– die Mitgliedstaaten der Europäischen Union,
– die EU-Kandidatenländer: Türkei und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.
Bestimmte Maßnahmen des Programms Erasmus+ stehen zudem Organisationen aus Partnerländern offen.

3. Budget und Projektlaufzeit
Die vorliegende Aufforderung gilt vorbehaltlich
– der Verfügbarkeit der im Haushaltsentwurf 2018 vorgesehenen Mittel nach Feststellung des Haushaltsplans 2018 durch die Haushaltsbehörde oder, wenn der Haushaltsplan nicht festgestellt wird, im Rahmen der Regelung der vorläufigen Zwölftel;
– der Annahme — ohne wesentliche Änderungen — der Mehrjahresrichtprogramme (MIPs) für die Jahre 2018-2020 durch den europäischen Gesetzgeber.

Das für diese Aufforderung vorgesehene Gesamtbudget beträgt rund 2 490,9 Mio. EUR:
Allgemeine und berufliche Bildung:2 253,2 Mio.
Jugend:188,2 Mio.
Jean Monnet:12,1 Mio.
Sport:37,4 Mio.
Der für die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen vorgesehene Gesamtetat und seine Aufteilung sind vorläufig und können durch eine Änderung der Jahresarbeitsprogramme für Erasmus+ geändert werden. Potenzielle Antragstellerinnen und Antragsteller werden gebeten, die Jahresarbeitsprogramme für Erasmus+ und ihre Änderungen regelmäßig aufzurufen, um zu sehen, wie viele Mittel für die einzelnen von der Aufforderung betroffenen Maßnahmen zur Verfügung stehen:
http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/more_info/awp/index_en.htm
Die Höhe der gewährten Finanzhilfen und die Laufzeit der Projekte variieren;
maßgeblich sind Faktoren wie die Art des Projekts und die Anzahl der beteiligten Partner.

Ausführliche Informationen
Die genauen Bestimmungen für diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen, einschließlich der Prioritäten, sind dem Programmleitfaden zu entnehmen, abrufbar unter:
http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/programme-guide_de.

 

Programm Erasmus+, Leitaktion 3  Unterstützung politischer ReformenZusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend:

Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung (Los 1)

Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft im Bereich Jugend (Los 2)

GEMEINSAME MERKMALE BEIDER LOSE
1. Allgemeine Ziele
Ziel dieser Aufforderung ist es, europäischen Nichtregierungsorganisationen und EU-weiten Netzwerken, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung oder Jugend tätig sind und die nachstehenden allgemeinen Ziele verfolgen, strukturelle Unterstützung in Form eines so genannten Betriebskostenzuschusses bereitzustellen:
– Sensibilisierung der Interessengruppen für europäische Programme in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, insbesondere für Europa 2020, Allgemeine und berufliche Bildung 2020, spezifische politische Strategien wie den Bologna-Prozess oder den Riga-Kopenhagen-Prozess, die europäische Agenda für Erwachsenenbildung und die EU-Strategie für die Jugend;
– Intensivierung des Engagements von Interessengruppen und der Zusammenarbeit mit Behörden bei der Umsetzung von Strategien und Reformen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, insbesondere den aus dem Europäischen Semester hervorgehenden länderspezifischen Empfehlungen;
– Förderung der Beteiligung von Interessengruppen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend;
– Stärkung der Einbindung von Interessengruppen in die Verbreitung von politischen und programmbezogenen Maßnahmen, Ergebnissen dieser Maßnahmen sowie von bewährten Verfahrensweisen unter ihren Mitgliedern und darüber hinaus.
Diese Ziele sollten in den Arbeitsplänen, Aktivitäten und Vorgaben der antragstellenden Organisationen klar erkennbar sein.

Teilnahmeberechtigung/Förderfähigkeit 2.1.   Teilnahmeberechtigte Antragsteller
An dieser Aufforderung können sich zwei Kategorien von Einrichtungen beteiligen:
– Kategorie 1: Europäische Nichtregierungsorganisationen, die auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung oder im Jugendbereich tätig sind;
– Kategorie 2: EU-weite Netzwerke, die auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung oder im Jugendbereich tätig sind.
Eine Organisation kann nur einen Antrag einreichen, entweder im Rahmen der Kategorie 1 oder der Kategorie 2.
Voraussetzungen für die Teilnahmeberechtigung von Antragstellern:
– Sie müssen eine Nichtregierungsorganisation oder eine Nichtregierungseinrichtung sein.
– Sie dürfen nicht gewinnorientiert sein.
Genauere Angaben zu den beiden Kategorien von teilnahmeberechtigten Antragstellern werden jeweils bei der Beschreibung der einzelnen Lose gemacht.
Weder im Rahmen des Programms Erasmus+ eingerichtete nationale Agenturen noch Organisationen, deren Mitglieder überwiegend (d. h. zu mindestens zwei Dritteln) aus solchen nationalen Agenturen bestehen, können an dieser Aufforderung teilnehmen.
2.2.   Förderfähige Länder
Bei dieser Aufforderung sind nur Anträge von juristischen Personen zulässig, die in einem der folgenden Länder niedergelassen sind:
– EU-Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern;
Staaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA), die dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehören: Island, Liechtenstein, Norwegen;
– Kandidatenländer, für die eine Heranführungsstrategie besteht, gemäß den allgemeinen Grundsätzen und den allgemeinen Bedingungen und Modalitäten der Rahmenabkommen, die mit diesen Ländern im Hinblick auf ihre Teilnahme an EU-Programmen geschlossen werden: ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Türkei.

3. Finanzierungsmöglichkeiten
Diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen bietet die Möglichkeit, Anträge auf Folgendes zu stellen:
-Abschluss von Partnerschaftsrahmenverträgen (bei Los 1 — Allgemeine und berufliche Bildung und bei Los 2 — Jugend)
sowie
Gewährung von jährlichen Betriebskostenzuschüssen (nur bei Los 2 — Jugend).
Eine Organisation kann nur einen Antrag stellen, entweder auf Abschluss eines Partnerschaftsrahmenvertrags oder auf Gewährung von jährlichen Betriebskostenzuschüssen.

3.1.   Partnerschaftsrahmenvertrag
Partnerschaftsrahmenverträge werden für langfristige Zusammenarbeit auf europäischer Ebene geschlossen. Sie dienen dazu, einer Partnerschaft für die Dauer von drei Jahren eine verbindliche Form zu geben.
Anträge auf Abschluss eines Partnerschaftsrahmenvertrags müssen Folgendes enthalten:
– ein detailliertes zwölfmonatiges Arbeitsprogramm (Jahresarbeitsprogramm) für 2018 zusammen mit den für die Berechnung des Betriebskostenzuschusses erforderlichen
Angaben (siehe Leitfaden für Antragsteller, Abschnitt 11.2);
– einen auf drei Jahre angelegten Strategieplan für den Zeitraum 2018-2020.

3.2.   Jährlicher Betriebskostenzuschuss (nur bei Los 2 — Jugend)
Jährliche Betriebskostenzuschüsse sind auf kurzfristige Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zugeschnitten.
Anträge auf Gewährung von jährlichen Betriebskostenzuschüssen müssen ein ausführliches zwölfmonatiges Arbeitsprogramm (Jahresarbeitsprogramm) für 2018 sowie die für die Berechnung des Zuschusses erforderlichen Angaben umfassen.

4. Vergabekriterien
Die Förderfähigkeit der Anträge wird anhand folgender Kriterien beurteilt:
– Relevanz (maximal 30 Punkte);
– Qualität der Gestaltung und Umsetzung des Arbeitsplans (maximal 20 Punkte);
– Profil sowie Anzahl der an den Aktivitäten beteiligten Teilnehmer und Länder (maximal 20 Punkte)
– Auswirkungen, Verbreitung und Nachhaltigkeit (maximal 30 Punkte).
Voraussetzungen für die Förderfähigkeit von Vorschlägen:
– Sie müssen bei der Bewertung insgesamt mindestens 60 Punkte erreichen, und
– sie müssen bei der Bewertung anhand der vorstehenden Vergabekriterien jeweils mindestens die Hälfte der Höchstpunktzahl erreichen (d. h. mindestens 15 Punkte bei den Kriterien „Relevanz“ und „Auswirkungen, Verbreitung und Nachhaltigkeit“ sowie zehn Punkte bei den Kriterien „Qualität der Gestaltung und Umsetzung des Arbeitsplans“ und „Profil sowie Anzahl der an den Aktivitäten beteiligten Teilnehmer und Länder“).

Mittelausstattung
Für 2018 sind für diese Aufforderung (Lose 1 und 2) insgesamt 6 500 000 EUR im Haushalt eingestellt, die sich wie folgt aufteilen:
Los 1 — Allgemeine und berufliche Bildung, 2 500 000 EUR,
Los 2 — Jugend, 4 000 000 EUR.

Die Agentur behält sich das Recht vor, nicht alle verfügbaren Mittel zu vergeben.

6. Einreichung der Anträge
Die Anträge sind unter Verwendung eines Online-Antragsformulars (e-Formular) einzureichen.
Dieses e-Formular kann in Englisch, Französisch und Deutsch unter folgender Internetadresse abgerufen werden:
http://eacea.ec.europa.eu/erasmus-plus/forderung_de
Es ist ordnungsgemäß in einer der EU-Amtssprachen auszufüllen.
Das ordnungsgemäß ausgefüllte e-Formular ist bis zum 14. Dezember 2017 — 12.00 Uhr (mittags, Brüsseler Ortszeit) zusammen mit den entsprechenden Anhängen online einzureichen.

Instrument für die finanzielle Unterstützung der polizeilichen Zusammenarbeit, der Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung und des Krisenmanagements

Ziel und Gegenstand
Das Programm bildet die Grundlage für die Förderung der polizeilichen Zusammenarbeit, der Kriminalprävention, der Kriminalitätsbekämpfung und des Krisenmanagements durch die Europäische Union in den Jahren 2014 bis 2020.
Das Programm umfasst die Themenbereiche
–Kriminalprävention und Bekämpfung grenzüberschreitender, schwerer und organisierter Kriminalität einschließlich Terrorismus,
–Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden und anderen zuständigen Einrichtungen,
–effektivere Bewältigung von Sicherheitsrisiken und Krisen,
–Vorbereitung auf Terroranschläge und andere sicherheitsrelevante Vorfälle sowie Schutz der Bevölkerung und der kritischen Infrastrukturen.
Förderfähig sind insbesondere folgende Maßnahmen in den Mitgliedstaaten:
–Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen den Strafverfolgungsbehörden,
–Vernetzung, öffentlich-private Partnerschaften, vertrauens- und verständnisbildende Maßnahmen, Austausch und Weitergabe von Informationen und Know-how,
–Analyse-, Überwachungs- und Evaluierungstätigkeiten,
–Sensibilisierungs-, Informations- und Kommunikationsmaßnahmen,
–Erwerb und Instandhaltung von IT-Systemen und Modernisierung von IT-Systemen und technischen Ausrüstungen,
–Austausch sowie Aus- und Fortbildung von Bediensteten und Sachverständigen der zuständigen Behörden und
–Nutzung, Übertragung, Erprobung und Validierung neuer Methoden oder Technologien.

Darüber hinaus können auch Maßnahmen mit Bezug zu und in Drittländern unterstützt werden.
Ziel ist es, ein hohes Maß an Sicherheit in der Europäischen Union zu gewährleisten.

Antragsberechtigte
Das Programm richtet sich an Strafverfolgungsbehörden sowie andere öffentliche oder private Einrichtungen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung tätig sind.
Drittländer und internationale Organisationen können mit einbezogen werden.

Budget
Für die Durchführung des Programms stehen in den Jahren 2014 bis 2020 1,004 Mrd. EUR zu jeweiligen Preisen zur Verfügung.
Davon sind 662 Mio. EUR für die nationalen Programme der Mitgliedstaaten und 342 Mio. EUR für Unionsmaßnahmen, Soforthilfe und technische Hilfe auf Initiative der Kommission vorgesehen.

Art und Höhe der Förderung
Der Fonds trägt überwiegend zur Kofinanzierung nationaler Programme bei (geteilte Mittelverwaltung).
Der EU-Kofinanzierungsanteil der Projekte beträgt grundsätzlich 75%, im
Falle spezifischer Maßnahmen oder strategischer Prioritäten und unter außergewöhnlichen Umständen bis zu 90% der förderfähigen Gesamtausgaben eines Projekts. Die Mittel werden im Wege der Anteilfinanzierung vergeben.

Antragsverfahren
Zuständige Behörde in Deutschland ist das
Bundeskriminalamt (BKA)
Fachbereich IK 25
Am Treptower Park 5-8
12435 Berlin
Tel. (03 31) 9 79 97-41 36 (Teilbereich Grenze)
Tel. (0 30) 53 61-2 66 76 (Teilbereich Sicherheit)
Internet: http://www.innerersicherheitsfonds.de

Weiterführende Informationen:
Europäische Kommission
Generaldirektion Migration und Inneres (DG HOME)
Rue de Luxembourg 46
B-1000 Brüssel – Belgien
Tel. (00 800) 6 7 8 9 10 11 (Europe Direct)
Tel. (00 32 2) 29-9 11 11 (Telefonzentrale)
E-Mail: home-isec@ec.europa.eu
Internet: http://ec.europa.eu/dgs/home-affairs

Deadline : 11.1.2018

 

Kreatives Europa / MEDIA
Selektive Verleihförderung:
9,75 Millionen Euro

Was wird gefördert?
Unterstützung für Verleiher, die sich mit anderen europäischen Verleihunternehmen zu einer Gruppe von mindestens sieben Verleihern zusammenschließen, um einen nicht-nationalen europäischen Kinofilm herauszubringen. Gefördert wird der Verleih von Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Animationsfilmen ab einer Länge von 60 Minuten.

Wer kann beantragen?
Europäische Verleiher für Kinofilme. Das Grouping wird vom Weltvertrieb organisiert, und es müssen mindestens sieben Verleiher teilnehmen.

Fördersummen
Es werden Pauschalsummen vergeben.
Deutsche Verleiher können je nach Anzahl der Leinwände maximal folgende Pauschalsummen beantragen:
1-2 Leinwände: 7.300 Euro
3-7 Leinwände: 7.300 Euro
8+ Leinwände: 17.200 Euro
15+ Leinwände: 30.400 Euro
25+ Leinwände: 46.300 Euro
40+ Leinwände: 67.400 Euro
60+ Leinwände: 103.000 Euro
100+ Leinwände: 125.000 Euro
200+ Leinwände: 150.000 Euro

Bewertung des Antrags
– 1 Punkt pro Verleiher innerhalb eines Groupings.
– 1 Punkt pro Verleiher, für den beim letzten Aufruf der automatischen Vertriebsförderung eine Förderung ermittelt wurde.
– 2 Punkte pro Film, der in einem am Unterprogramm MEDIA teilnehmenden Land mit Ausnahme von Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien produziert wurde.
– Der Kinderspielfilm mit dem höchsten Punktestand wird in jedem Fall gefördert. Kinderspielfilme müssen für Kinder bis maximal 12 Jahre sein und explizit für Kinder und Familien produziert worden sein.
– Die Anträge werden in zwei Kategorien aufgeteilt: Die Kategorie „Kleine Filme“ (Film mit Produktionsbudget unter 3 Millionen Euro) und die Kategorie „Medium Filme“ (Film mit Produktionsbudget über 3 Millionen Euro)

Antragsberechtige Länder
Antragsberechtigt im Rahmen dieser Förderlinie sind alle Mitgliedsländer der Europäischen Union. Bitte beachten Sie zu den antragsberechtigten Ländern, die nicht Mitglied in der EU sind, folgende Liste »
Eine Antragstellung ist nur noch mit vorheriger online-Registrierung auf dem neuen ‚Participant Portal‘ möglich. Registrierte Benutzer erhalten dort den sogenannten PIC, den Participant Identification Code.

Einreichtermine: 5.12.2017 und 14.6.2018

 

Kreatives Europa / MEDIA

TV Programming

Gesamtsumme für TV Programming: 12,5 Millionen Euro

Was wird gefördert?
Projekte von hohem kreativem und künstlerischem Wert sowie mit dem Potential, Zuschauer in Europa und auch über die europäischen Grenzen hinaus zu erreichen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Produzenten und TV-Sendern der Mitgliedsländer des MEDIA Teilprogramms angekurbelt werden. Besonderes Augenmerk liegt auf Koproduktionen sowie auf der Verbreitung von hochwertigen europäischen TV-Serien.

Wer kann beantragen?
Unabhängige europäische Produktionsfirmen, die das Projekt majoritär produzieren.

Mindestlängen der TV-Projekte:
90 Minuten für Spielfilme und -serien, hier gelten auch Sequels oder 2. und 3. Staffeln
24 Minuten für Animationsfilme und -serien
50 Minuten für kreative Dokumentarfilme und -serien

Mindestanzahl von Sendern
Am Projekt müssen mindestens drei Sender aus drei Ländern des MEDIA Teilprogramms beteiligt sein. Achtung: Es gibt keine Mindestbeteiligungsschwelle mehr! VOD- und SVOD-Dienste gelten ebenfalls als Sender.

Fördersummen
Spiel- und Animationsfilme/ -serien: max. 500.000 Euro oder 12,5% der anrechenbaren Kosten
Kreative Dokumentarfilme: max. 300.000 Euro oder 20% der anrechenbaren Kosten
Koproduzierte TV-Serien (bestehend aus mindestens 6 Folgen à 45 Minuten) mit einem anrechenbaren Budget von mindestens 10 Millionen Euro oder von 10 % der förderfähigen Gesamtkosten können max. 1 Million Euro beantragen. Neu ist, dass auch zweite Staffeln von Serien die Höchstsumme von 1 Million Euro beantragen können.

Bewertung des Antrags:
30% Vertriebspotential des Projekts in Europa und darüber hinaus
30% Qualität des Projekts sowie seine europäische Dimension und Finanzierung
30% Qualität der Vertriebs- und Marketingstrategie
10% Erfahrung und Potential des Produktions- und Kreativ-Teams

Deadlines: 16.11.2017 und 24.5.2018

 

Kreatives Europa / MEDIA

Development – Single Project

Gesamtsumme für Projektentwicklung Single Projects: 5,4 Millionen Euro

Was wird gefördert?
Projekte mit hohem europäischem und internationalem Koproduktions- und Auswertungspotential, die großen künstlerischen Wert haben und kulturelle Vielfalt darstellen. Ideen zur Zuschauergewinnung in Kombination mit ausführlichen Marketing- und Distributionsstrategien sind schon in der Entwicklungsphase gefragt.

Wer kann beantragen?
Unabhängige europäische Produktionsunternehmen, die die Mehrheit der Rechte am eingereichten Projekt haben, seit mindestens einem Jahr bestehen und ein Referenzprojekt vorweisen können, das innerhalb der letzten fünf Jahre majoritär produziert wurde und innerhalb der letzten 2 Jahre international ausgewertet worden ist.
Mindestlängen Kinofilme
60 Minuten für Spiel-, Animations- und Kreative Dokumentarfilme
Mindestlängen TV- und Digital-Projekte
90 Minuten für Spielfilme und -serien
24 Minuten für Animationsfilme und -serien
50 Minuten für Kreative Dokumentarfilme und -serien (Mindestlänge pro Folge 25 Minuten) sowie Projekte für digitale Plattformen (Animation, kreative Dokumentarfilme sowie fiktionale Projekte, die für Multiple Screens oder interaktiv gedacht sind, lineare und nicht-lineare Webseriesn sowie narrative Virtual Reality Projekte). Für non-lineare Projekte (wie Virtual Reality) gelten keine Längenvorgaben.

FördersummenIn Form von Pauschalsummen:
25.000 Euro für Kreative Dokumentarfilme
60.000 Euro für Animationsprojekte
50.000 Euro für Spielfilmprojekte mit einem Budget über 1,5 Millionen
30.000 Euro für Spielfilmprojekte mit einem Budget unter 1,5 Millionen

Einreichtermine: 23.11.2017 und 19.4.2018

Postadresse
MEDIA-Programm der Europäischen Union

Europäische Kommission
Generaldirektion
Education and Culture
Tel.: +32-2-295 22 90
Fax: +32-2-299 22 90

 

KULTURHAUPTSTADT EUROPAS

Die Generaldirektion Bildung, Sport, Jugend und Kultur der Europäischen Kommission veröffentlicht eine Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen für die Unionsmaßnahme „Kulturhauptstadt Europas“ für das Jahr 2024 für Städte in EFTA-/EWR-Staaten, Kandidatenländern und potenziellen Kandidatenländern, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Aufforderung am Programm „Kreatives Europa“ teilnehmen

Im Zuge dieser Aufforderung soll einer dieser Städte der Titel „Kulturhauptstadt Europas 2024“ verliehen werden.

Ziele der Aktion „Kulturhauptstadt Europas“ sind die Wahrung und Förderung der kulturellen Vielfalt in Europa, die Hervorhebung der Gemeinsamkeiten, die Stärkung eines Gefühls der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Kulturraum bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie die Förderung des Beitrags der Kultur zur langfristigen Entwicklung der Städte. Die Aktivitäten, die die zur Kulturhauptstadt Europas ernannte Stadt anbietet, sollen das Spektrum, die Vielfalt und die europäische Dimension des kulturellen Angebots in der Stadt vergrößern, den Zugang zur Kultur und die Teilhabe an der Kultur erweitern, die Leistungsfähigkeit des Kulturbereichs und seine Verzahnung mit anderen Bereichen verbessern und das internationale Profil der Stadt im Wege der Kultur schärfen

Deadline: 10 10. 2018

Info und Bewerbung:
https://ec.europa.eu/programmes/creative-europe/calls/2017-eac-a01_en

 

letzte News:

 

6,5 Millionen Euro für europäische TV-Projekte

24 europäisch koproduzierte und finanzierte Serien und Filme werden mit 6,5 Millionen Euro gefördert, darunter sind sechs deutsche Produktionsfirmen, die über eine Millionen Euro erhalten. In Brüssel eingereicht wurden 87 Anträge, darunter neun aus Deutschland.

Für die Doku-Serie „1968mm“ erhält die Firma Boekamp & Kriegsheim 134.000 Euro. Die Serie zeigt zum 50. Jahrestag des historischen Datums persönliche Geschichten aus der ganzen Welt in historischen 8mm-Aufnahmen, darunter der Prager Frühling. Die ungewöhnliche deutsch-italienisch-tschechische Koproduktions-Konstellation wurde vom MEDIA Evaluationskommittee besonders hervorgehoben.