N° 263-Februar 2018

Deutschsprachige Ausgabe  N° 263 Februar 2018

Liebe EUROCIRCLE – PARTNER,

Mehr Budget für Erasmus+ ab 2021: Die Haushaltsfrage ist immer eine heikle Angelegenheit. So auch in der Europäischen Union. Der derzeitige mehrjährige Finanzrahmen läuft noch bis Ende 2020. Dieses Jahr sollen Vorschläge für die Zeit danach vorgelegt werden. Diese Vorschläge beeinflussen auch die Förderprogramme der EU, unter anderem Erasmus + JUGEND IN AKTION und das Europäische Solidaritätskorps. Das Europäische Parlament erarbeitet seinerseits ebenfalls Vorschläge.

„Wir haben gerade den neunmillionsten Teilnehmer gefeiert. Lassen Sie uns nun auch neunmal mehr Ehrgeiz in die künftige Gestaltung des Erasmus-Programms stecken“ sagte Jean-Claude Juncker anlässlich des Abschlussevents der Kampagne „30 Jahre Erasmus+“ im November 2017. Im Rahmen des Sozialgipfels der EU-Staats- und Regierungschefs in Göteborg hatte er bereits zuvor auf das Ziel der EU-Kommission hingewiesen, mehr Teilnehmende zu fördern und die dafür notwendige Finanzierung bereitzustellen: Wenn doppelt so viele junge Menschen von Erasmus + profitieren sollen, müssten aber auch 30 Milliarden Euro in die Hand genommen werden. So setzte der Kommissionspräsident ein klares Zeichen für die Zukunft des EU-Jugendprogramms und seine finanzielle Ausstattung. Die  Kommission wird ihren Vorschlag für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) im Mai 2018 vorlegen. Anfang Januar lud sie daher zu einer Konferenz unter dem Titel „Unsere Zukunft gestalten“ ein. Das Europäische Parlament erarbeitet ebenfalls Vorschläge für den nächsten MFR. In seinem Standpunkt formuliert der Ausschuss für Kultur und Bildung weitreichende Vorschläge für die EU-Jugendprogramme und betont die Rolle der nicht-formalen Bildung im Kontext wachsender Ungleichheiten, zunehmendem Rassismus und Extremismus. EU-Programme, die die aktive Bürgerschaft und die Wertevermittlung im Sinne der Pariser Deklaration von März 2015 fördern, sollen finanziell stärker unterstützt werden.

Der finanzielle Rahmen für die EU-Jugendprogramme wird für die Zukunft ausschlaggebend sein. Auch die Zivilgesellschaft wird dazu aufgerufen Vorschläge für die Gestaltung der EU-Jugendprogramme einzureichen und somit auch die erforderliche finanzielle Ausstattung mit Argumenten zu unterstützen. So startete die Kommission am 10. Januar eine öffentliche Konsultation zu den Zielen, Herausforderungen und zur Umsetzung der EU-Jugendprogramme. Bis zum 8. März können Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Zivilgesellschaft und Bürgerinnen und Bürger beitragen.

Nehmen Sie an die Konsultation teil und gestalten Sie die Zukunft der Programme mit: https://ec.europa.eu/info/consultations/public-consultation-eu-funds-area-values-and-mobility_de

Das tun wir auch und verbleiben mit besten Grüßen bis zur Märzausgabe

Ihre   EC-Redaktion