N° 270 september 2018

Deutschsprachige Ausgabe  N° 270  September 2018

Liebe EUROCIRCLE – PARTNER,

Die EU-Kommission legt ihren Vorschlag für die nächste Generation des Jugend- und Bildungsprogramms vor. Es bleibt bei einem eigenen Jugendkapitel, das Budget soll verdoppelt und #DiscoverEU als Fördermöglichkeit für Reisen in das Jugendkapitel aufgenommen werden. Einige wesentliche Forderungen aus der Zivilgesellschaft wurden im Vorschlag aufgegriffen.2014 startete Erasmus+, das große EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport mit einem Budget von 14,7 Milliarden Euro für die Jahre 2014 – 2020. Für die nächste Programmgeneration schlägt die Kommission ein Budget von insgesamt 30 Milliarden Euro, mithin eine Verdoppelung des Budgets vor. Der Jugendbereich soll mit 3,1 Mrd Euro (1,5 Mrd im laufenden Programm) ausgestattet werden; 10% der Gesamtmittel.

Die Architektur des Programms und der Bildungsbereiche soll grundsätzlich beibehalten werden, mit einer Unterteilung in jeweils drei Leitaktionen und eigenen Budgetlinien. Der Entwurf sieht im Moment eine Namensänderung vor: Aus Erasmus+ soll künftig Erasmus werden. Mit der Zusammenführung der Programme hatten der Schulbereich, die Berufs- und Erwachsenenbildung sowie das Jugendkapitel JUGEND IN AKTION bereits erheblich an Sichtbarkeit verloren. Über die Jahre konnte diese jedoch Schritt für Schritt wieder aufgebaut werden. Nun droht ein neuer Sichtbarkeitsverlust, denn mit Erasmus wird weiterhin nur der Hochschulbereich assoziiert

Die drei bekannten Leitaktionen bleiben weiterhin mit neuem Namen bestehen

Leitaktion 1 soll künftig „Lernmobilität“ heißen,

Leitaktion 2 wird in „Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Institutionen“ umbenannt,

Leitaktion 3 wird zu „Unterstützung von politischen Vorhaben und politischer Kooperationen“.

Zu den Verbindungslinien zwischen den künftigen EU-Jugendprogrammen führt die Kommission im Vorschlag aus:

„Im Bereich Jugend wird das Programm für Kohärenz mit dem Europäischen Solidaritätskorps sorgen und mit seinem Angebot an unterschiedlichen Aktivitäten eine Ergänzung für diese Initiative darstellen. Mit dem Europäischen Solidaritätskorps soll das Engagement junger Menschen und Organisationen in zugängliche und hochwertige solidarische Tätigkeiten gestärkt werden; das Erasmus-Programm bietet hingegen andere Arten von Aktivitäten wie transnationale Lernmobilität, Jugendaktivitäten, Maßnahmen zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Aktivitäten zur Unterstützung der Politikentwicklung. Die beiden Programme verfügen über gemeinsame Lenkungs- und Durchführungsmechanismen.“

Wir sind gespannt auf die ersten Praxiserfahrungen des „Korps“ und verbleiben mit besten Grüßen bis zur Oktoberausgabe,

Ihre   EC-Redaktion