N° 273 dezember 2018

Deutschsprachige Ausgabe  N° 273  dezember 2018

Liebe EUROCIRCLE – PARTNER,

Juncker: „Europa bleibt der schönste Ort zum Leben und das wissen alle – mit Ausnahme der Europäer“

Nach den Gedenkfeiern zum Ende des 1. Weltkriegs am Wochenende in Frankreich hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Berlin ein Plädoyer für eine beherzte Fortsetzung des europäischen Einigungswerks gehalten. „Wenn man das schlimmste wieder verhindern möchte, dann muss man dafür sorgen, dass die europäischen Wasser in festen Kanälen laufen. Deshalb brauchen wir die Europäische Union trotz aller Schwächeanfälle, die sie hat“, sagte Juncker beim „Wirtschaftsgipfel“ der Süddeutschen Zeitung in Berlin. „Europa bleibt der schönste Ort zum Leben und das wissen alle – mit Ausnahme der Europäer.“ Er sei zwar „nicht der Propagandatrommler“ für die EU, aber wer sich die Zahlen vor Augen führe, müsse erkennen, dass die Lage in der Wirtschaft, am Arbeitsmarkt und bei den Investitionen in der EU in den vergangenen Jahren „wesentlich besser“ geworden sei, sagte Juncker. „Es gibt eine große Nachfrage nach Europa. Wann immer ich international unterwegs bin, ist es fast physisch spürbar, wie hoch der Erwartungsgrad ist, auch in Handelsfragen, der an Europa gerichtet wird.“   Juncker sprach sich erneut für eine EU-weite Digitalsteuer aus. „Wir brauchen eine Digitalsteuer, es geht nicht anders. Es kann nicht sein, dass der Bäcker und der Metzger 23 oder 24 Prozent Steuern zahlt oder mehr und die Internetriesen nur um die 5 Prozent. Das geht nicht, das muss geändert werden. Das ist eine vertrauensbildende Maßnahme in die europäische Zukunft.“

Europäisches Solidaritätskorps mit „Innovation in Politics Award“ in Wien ausgezeichnet

Das von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Europäische Solidaritätskorps hat, den „Innovation in Politics Award“ in der Kategorie „Zivilisation“ erhalten. Mit dem Preis zeichnet das Wiener „Innovation in Politics Institute“ kreative, inspirierende Politikerinnen und Politiker und innovative Projekte in acht Kategorien aus (Lebensqualität, Wohlstand, Arbeitsplätze, Ökologie, Zivilisation, Demokratie, Menschenrechte und Gemeinwesen). Eine Jury aus 1000 europäischen Bürgerinnen und Bürgern hat die rund 600 Einreichungen bewertet.

In einer Videobotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Preisverleihung im Rahmen einer Gala im Wiener Rathaus sagte der Kommissionspräsident: „Die zugrunde liegende Idee war, dass wir jenen Jungen, die Bereitschaft durch Taten zeigen, etwas anbieten müssen, das deutlich mach, dass Solidarität keine leere Worthülse ist. Wir leben in Europa in einer Zeit, in der die Dimension der Solidarität allzu oft nicht entwickelt ist oder gar unterminiert wird. Und die Tatsache, dass 86.000 junge Europäerinnen und Europäer aktiv, ja proaktiv geworden sind, jene zu unterstützen, die sich in einer schwierigen Lage befinden – Kinder, Flüchtlinge, Opfer von Naturkatastrophen – ist von großer Bedeutung.“ – findet ebenso ihre   EC-Redaktion, die Ihnen eine frohes und friedliches Weihnachtsfest wünscht und uns gemeinsam ein erfolgreiches und kooperatives  2019 !