N°283 – oktober 2019

Drei Jahre Europäisches Solidaritätskorps:

Mehr als 160.0000 junge Menschen möchten sich engagieren

In den vergangenen drei Jahren haben sich mehr als 160.000 junge Menschen für das Europäische Solidaritätskorps registriert, davon fast 10.000 aus Deutschland. Etwa 20.000 waren oder sind derzeit in Projekten aktiv, leben im Ausland und erwerben wertvolle Kompetenzen, während sie Gemeinschaften in Notlagen helfen. Für die Zeit nach 2020 soll das Korps weiter ausgebaut werden. Es bietet jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit, Freiwilligenarbeit zu leisten, Praktika zu absolvieren und Arbeitserfahrung zu sammeln. Außerdem können sie selbst Solidaritätsprojekte ins Leben rufen, die zu einem positiven Wandel in ihrer Gemeinschaft beitragen sollen. Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, erklärte: „Wir haben in den letzten drei Jahren viel erreicht. Wir haben in Rekordzeit ein neues Programm auf die Beine gestellt, das jungen Menschen und Organisationen die Möglichkeit bietet, andere zu unterstützen und uns beim Aufbau einer solidarischeren Gesellschaft zu helfen, in der die Menschen stärker aufeinander achten. Es erfüllt mich mit Stolz, so viele junge Menschen zu sehen, die sich engagieren möchten und aktiv in Projekten vor Ort mitwirken wollen. Ihre Begeisterung ist wahrlich inspirierend. Deshalb habe ich vorgeschlagen, das Europäische Solidaritätskorps nach 2020 zu erweitern und zu stärken.“  Insgesamt sind in Deutschland derzeit 678 Organisationen, Vereine und Unternehmen an dem Programm beteiligt. In Altdöbern in der Niederlausitz engagiert sich zum Beispiel Guillaume Vannier aus Frankreich, um das heimische Kulturerbe zu erhalten und dabei insbesondere den historischen Parks zu pflegen und restaurieren. Das Europäische Solidaritätskorps hat das Leben vieler Menschen verändert. Während ein großer Teil der finanzierten Aktivitäten freiwillige Tätigkeiten – einzeln oder in Teams – betrifft, können junge Menschen auch Praktika absolvieren und Arbeitserfahrung sammeln oder in Solidaritätsprojekten mitwirken, bei denen sie Aktivitäten anstoßen, entwickeln und durchführen, die zu einem positiven Wandel in ihrer Gemeinschaft beitragen sollen. Neben Inklusion sind Themen wie Jugendarbeit, Klimawandel, Gemeinschaftsentwicklung, Bürgerschaft, Bildung und Kultur Gegenstand der Solidaritätsprojekte. Tausende weitere Möglichkeiten werden in den kommenden Monaten und Jahren entstehen. Jede dritte davon richtet sich an Teilnehmende mit geringeren Chancen, die sich dem Solidaritätskorps anschließen können, weil dessen Konzept besondere Maßnahmen zur Unterstützung ihrer Teilnahme vorsieht. Es tut seinen Teil dazu und verbleibt mit besten Grüßen,         

                                                      herzlichst Ihre EC Redaktion